Loyal e.v.
Loyal e.V. ist eine Initiative für Kinder & Jugendliche, die ihre Freizeit auf den Straßen und Innenhöfen in Nähe des Kottbusser Tores verbringen und somit früh mit Drogen, Gewalt und Kriminalität in Berührung kommen. Lernangebote, Freizeitgestaltung, sprachfördernde Projektarbeit und Arbeit mit Mädchen finden in zwei unterschiedlichen Einrichtungen, welche die GSW Immobilien AG zur Verfügung stellt, statt.
Im Jahr 2003 baute Loyal e.V. ehrenamtlich beide Projekte in einer Waschküche und einem Abstellraum auf. Die Priorität bestand darin, eine stabile und sichere Bindung zu den Kindern, Jugendlichen und Familien aufzubauen. Die Idee dahinter: Beziehungen in all ihren Formen sind der Motor des Lebens. Nur eine lang-
jährige, kontinuierliche und engagierte Arbeit kann alte Strukturen aufbrechen und Nachhaltigkeit gewährleisten.
Ein ganz wesentlicher Punkt der Arbeit von Loyal e.V.: Kultur und Nationalität werden hier nicht als Problem gesehen, sondern als Chance und Ressource. Ziel der Arbeit ist es nicht, etwas an der Kultur der Jugendlichen zu ändern. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die individuellen Bedürfnisse der Familien.
ehemals geförderte Projekte:

klik, Kontaktladen für junge Menschen auf der Straße
Wir freuen uns, seit Juni 2009, gezielt einer neuen Berliner Einrichtung helfen zu können. Das Projekt Klik unterstützt eine Gruppe von Menschen, die wir fast alle von öffentlichen Plätzen und Bahnhofsstationen kennen, mit der wir uns aber häufig nicht länger beschäftigen: die so genannten „Straßenkinder“.
Warum ein junger Mensch auf der Straße landet, kann vielfältige Gründe haben: familiäre Konflikte, Gewalt- oder Missbrauchserfahrungen, Leistungs- und Anpassungsdruck oder auch schlechte wirtschaftliche Verhältnisse der Herkunftsfamilie.
Im Mittelpunkt der Arbeit von Klik steht die Kontaktaufnahme zu den jungen Menschen. Erster Anlaufspunkt sind dabei die Aufenthaltsräume in der Torstraße. Hier können sich die Jugendlichen zurückzuziehen, etwas Warmes essen, sich duschen und ihre Wäsche waschen. Auch Angebote zur primären Gesundheitsversorgung sowie eine Kleiderkammer stehen zur Verfügung. Die Arbeit von Klik geht aber noch weiter. Das Team organisiert unter anderem:
- Hilfe für die Jugendlichen vor Ort auf den Straßen und Plätzen von Berlin (Streetworking)
- Umfangreiche Beratungsangebote für die jungen Menschen (z.B. bei Wohnungslosigkeit, bei Fragen des Jugend- und Sozialrechts, bei psychosozialen Krisen)
- Unterstützung bei der Berufsorientierung
Weitere Informationen über
Klik finden Sie auf
http://www.klik-berlin.de

Perspektiven
Der gemeinnützige Verein „Perspektiven e.V. “ wurde
1992 gegründet, um behinderte und sozial benachteiligte Kinder
und Jugendliche in St. Petersburg und Umgebung zu unterstützen.
Angesichts der großen sozialen Probleme nach dem Umbruch in Russland
wollten die Gründer Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Gemeinsam mit
dem russischen Partnerverein „Perspektivy“ werden vor Ort
Modellprojekte entwickelt, die schon heute in Russland eine Vorbildfunktion
besitzen. Sie führen russische Traditionen und Rahmenbedingungen
mit westlichen sozialpädagogischen Prinzipien zusammen. Mehr als
ursprünglich gedacht sind Grundsätze einer modernen Sozialarbeit
in Russland umsetzbar und auch mit dem staatlichen System vereinbar.
Verschiedene Projekte in und um St. Petersburg werden von „Perspektiven“
betreut: ein Behindertenheim in Pawlowsk, ein psycho-neurologisches
Internat in Petershof, ein Tageszentrum und Wohnprojekt für Straßenkinder,
Hilfsprojekte für sozial schwache Familien mit behinderten Kindern
und der Straßenkinder-Zirkus „Upsala“.
Solange die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse
in Russland instabil sind, wird Hilfe aus dem Ausland gebraucht. Nachdem
Margarete von der Borch, Präsidentin von „Perspektiven“
und eng verbunden mit den Mitgliedern von „Kinderspiel“,
uns das Projekt vorgestellt hatte, waren wir sofort begeistert und gewillt,
ihr Projekt zu unterstützen.
Aus den auf unseren Veranstaltungen erzielten Einnahmen und Spenden
konnten wir letztes Jahr den Kindern in Pawlowsk ein therapeutisches
Reitprogramm ermöglichen. In diesem Jahr werden wir unter anderem
die Kunstgruppe in Petershof finanzieren.
Weitere Informationen über
Perspektiven e.V. finden Sie auf
www.perspektiven-verein.de
MaDonna Mädchenkult.Ur e.V.
MaDonna Mädchenkult.Ur e.V. ist ein 1982 gegründeter gemeinnützig
eingetragener Verein in Berlin. Er ist Träger des Mädchencafes
"Schilleria" in der Weisestrasse in Neukölln und eines
zweiten Projektes "MaDonna-Mädchentreff" in der Falkstrasse,
wo niedrigschwellig offene Kinder- und Jugendarbeit sowie Beratung für
Kinder und Jugendliche im Rollberg-Viertel in Berlin Neukölln angeboten
werden.
Der Treff ist die ganze Woche über geöffnet und wird täglich
von 30 bis 50 Mädchen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund
im Alter von 9 bis 21 Jahren aufgesucht; nach Bedarf kann dort auch
übernachtet werden. Das Angebot umfasst die Schwerpunkte Freizeitgestaltung,
Bildung, Gewaltprävention, Vermittlung von Menschenrechten und
Öffentlichkeitsarbeit. MaDonna bietet Freiraum zur Selbstbestimmung
um vieles kennenzulernen, was den Mädchen zu Hause oder draussen
im Kiez nicht möglich ist: Sport und Spiele mit Freundinnen, Fahrrad-Verleih,
Tanzgruppe, Computergruppe, kreative Gruppen, Ausflüge. Es wird
tägliche Hausaufgabenhilfe angeboten, Unterstützung bei Bewerbungen
sowie gezielte Nachhilfe.
Der MaDonna Mädchentreff ist aktiv in der Gewaltprävention
und somit vernetzt mit anderen Einrichtungen sowie der Polizei zur Gewährleistung
eines möglichst gewaltfreien öffentlichen Raumes im Rollbergviertel,
das als "sozialer Brennpunkt" bekannt ist. Es gibt Hilfe bei
Gewalt in der Familie, Schutz vor sexuellem Missbrauch und Präventionsprogramme
gegen Gewalt in Partnerschaften. Im Rahmen regelmässiger Versammlungen
werden die Kinder und Jugendlichen über ihre Rechte aufgeklärt
wie z. B. das Recht auf freie Partnerwahl/ gegen Zwangsheirat, das Recht
zu arbeiten und die Kleidung selbst zu wählen/ gegen Schleierzwang.
Konflikte mit den Eltern und deren unterschiedlichen Werten bzw. Lebenshaltungen
werden oft in Koopration mit anderen Einrichtungen (z.B. Jugendamt,
Erziehungsberatung, Mädchenzuflucht, Quartiersmanagement) bearbeitet.
Ein grosses Projekt im Rahmen der geleisteten Öffentlichkeitsarbeit
war die Kampagne gegen Zwangsheirat und Ehrenmorde 2004/2005: Die Mädchen
gestalteten Postkarten und Plakate, die in Zusammenarbeit mit "Terre
Des Femmes" europaweit verteilt wurden. Daneben beteiligen sich
die Besucherinnen und Mitarbeiterinnen regelmässig an Medienbeiträgen
zu Fragen der Integration.
Weitere Informationen über MaDonna Mädchenkult.Ur
e.V. finden Sie auf
www.madonnamaedchenpower.de)